Ein Rad für alle Fälle

Umzug, das bedeutet viele Dinge in Kisten zu verstauen und diese dann irgendwie von A nach B zu bringen.
Das Team des „Kieler Tretwerks“ bietet eine praktische, klimafreundliche und originelle Art des Transportierens, die ich heute gerne ausprobieren möchte!

Ich sehe es schon von Weitem: Es sieht bequem und geräumig genug aus, um einige Kisten gut durch die Stadt zu transportieren, dazu ziemlich stylisch: Das Lastenrad steht zwischen vielen „normalen“ Fahrrädern vor der Mensa der Universität.

Heute habe ich den ganzen Tag Zeit, um meine Sachen in mein neues Zuhause zu bringen.

Doch bevor es losgeht, erzählt mir Frieda, eine der Mitbegründerinnen, bei einem Kaffee im Sechseckbau des Studentenwerks, mehr über das Projekt.
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Bilder aus Amsterdam

Frieda war immer schon ein Fan von Lastenrädern. „Ich mag, wie sie im Stadtbild wirken. Das weckt Bilder von Amsterdam in mir.“
Nun soll auch Kiel um dieses Transportmittel bereichert werden.

Am liebsten hätte Frieda selbst ein Lastenfahrrad, „das kann man sich aber nur schwer leisten.“

Weil es sicher auch Anderen so geht, fand sie sich mit Brent, Larissa und Raphael zusammen. Gemeinsam nahmen sie am yooweedoo Ideenwettbewerb teil und gründeten das „Kieler Tretwerk“ – einen spendenbasierten Lastenradverleih in Kiel.

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99 Tage volle Fahrt

Momentan können zwei Lastenräder ausgeliehen werden.
Eines am Umsteiger am Hauptbahnhof, eines beim Studentenwerk der Uni Kiel. „Diese Standpunkte fanden wir ideal; weite Teile der Stadt können so abgedeckt werden.“

Das Team will zukünftig mehrere Lastenräder an weiteren Standorten anbieten.
Sie überlegen auch Lastenräder mit Elektromotoren anzuschaffen, damit größere Strecken zurück gelegt werden können.

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Für die Finanzierung plant das Kieler Tretwerk, zukünftig die Außenseiten der Lastenräder an Firmen zu Werbezwecken zu vermieten. Generell ist es jedoch für das Team noch ungewiss, was die Zukunft bringen wird.

Auf Anklang trifft das Projekt auf jeden Fall.
„75% Auslastung in den ersten 99 Tagen. Die beiden Lastenräder haben in dieser Zeit mehr als 1500 km zurück gelegt und sparten 160 kg CO2 ein.“ Da lässt sich doch gut über Erweiterungen nachdenken.

Dieses Rad ist für alle

„Am Anfang wollten wir alles selber bauen,“ erzählt Frieda. Auch die Idee einen Verein zu gründen und die Räder nur an Mitglieder zu verleihen, stand im Raum.

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Schlussendlich ergab sich eine gute Kooperationsmöglichkeit mit babboe, einem holländischem Lastenradanbieter und das Team entschied: „Jeder soll sich die Lastenräder gegen eine Spende ausleihen können.“ Nur so kann ein niedrigschwelliger Zugang geschaffen werden.

„Uns ist wichtig, dass jeder unser Angebot nutzen kann und jeder so viel gibt, wie ihm möglich ist.“ Die Spenden dienen dazu, die laufenden Instandhaltungskosten weitestmöglich zu finanzieren.

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Die Gruppe der Nutzer der Lastenräder ist breit gefächert. „Circa die Hälfte sind Studierende. Wir freuen uns, dass auch viele Andere das Lastenrad nutzen.“

Genutzt wird es für alles mögliche: für den Umzug, zum Transport oder Einkäufe. Für Frieda ist das Lastenfahrrad zudem “die coolste Art und Weise seine Kinder zu transportieren.”

„Nichts geht über ein gutes Team“

Frieda hat mit ihrem Projekt “Kieler Tretwerk” und dem Fahrradkinokombinat, das sie mit Freunden 2014 gegründet hat, viel zu tun.

Ihr Geheimrezept, damit das alles auch neben dem Studium gut klappt: „Ein gutes Team und genügend Pausen, damit man wieder durchstarten kann, wenn es einmal zu viel wurde.“

„Das schöne an unsere Gruppenarbeit ist, dass jeder sich für was Wichtiges einsetzt, dadurch wird am Schluss alles gut.“ Versicherung, Marketing und andere Aktivitäten werden aufgeteilt.

„Damit das Projekt zukünftig größer werden kann und gut weiterläuft, auch dann wenn einige des bestehenden Teams ihr Studium beendet haben, freuen wir uns über weitere motivierte Mitglieder!“

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Auf geht’s!

Das Lastenrad kann für ein bis drei Tage geliehen werden, bis zu drei Mal pro Monat.

Auf der Homepage von Tretwerk habe ich einen Tag und eine Station ausgewählt. Nun gehe ich mit der ausgedruckten Buchungsbestätigung, die ich per Mail bekommen habe, sowie der Kopie meines Ausweises zum Schalter und bekomme Schlüssel, Lichter und Tacho.

Jetzt noch die Check-Liste ausfüllen und schon kann es losgehen – Umzug mit dem Rad, ich komme!

Fotos von Mia Schumacher

Irina Bartmann

Irina Bartmann

Um meinen Master in "Sustainability, Society and the Environment" an der Uni Kiel zu machen, habe ich Bergluft gegen Ostseebrise getauscht. Seit 2016 bin ich Projektmitarbeiterin bei yooweedoo. Ich bin begeistert von den vielen inspirierenden Projekten und Start-Ups die ich bei meinen Interviews kennenlerne.