Erfrischend anders – Durstlöschen auf dem Campus

Getränk „to go“ in einem Pappbecher? Die Antwort ist für Tamara glasklar – sie hat ihre Wasserflasche immer dabei! Über ihr Projekt Fill Up erzählt sie uns während eines Gesprächs in einem der Unihörsäale.
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Wasser frisch aus der Uni-Quelle

 

„Wasser ist ein Grundnahrungsmittel: Wenn du Durst hast, dann sollte auch die Möglichkeit da sein, diesen stillen zu können.“

An der Uni Kiel sprudelt es sogar aus eigener Quelle! Das Tiefengesteinswasser aus Wasserreservoirs unter den Gebäuden wird direkt in die Leitungen der Universität gepumpt.„Optimaler geht es nicht!“
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„Der Vergleich von lokalem Leitungswasser zu regionalem Mineralwasser aus einer PET Flasche ist unglaublich“. Die Erzeugung von 1 Liter regionalem Mineralwasser aus der PET Flasche kostet 5000 Mal so viel! Zudem wird 1000 Mal mehr Energie verbraucht!

Dank Fill Up wird es zukünftig in verschiedenen Gebäuden Wasserspender geben. Die erste Wasserstation gibt es demnächst im Audimax! Ab Herbst sind diese auch im CAP3 und in der Olshausenstraße 75 zu finden. Zusätzlich gibt es in ausgeschilderten Teeküchen der Institute die Möglichkeit Wasser aufzufüllen.

 

Fill Up! Fill up!

 

„Natürlich kann man jede Flasche verwenden.“ Die Fill-Up Glasflasche bietet jedoch eine langlebige, nachhaltige und schadstofffreie Alternative zu Plastik. Es gibt sie in Mensa 1+2 zu kaufen. Mit dem Erlös werden weitere Auffüllstationen finanziert.
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Kreative Alternative

 

Wasser – für Tamara schon immer ein wichtiges Thema! Auch während ihres Bachelors in Agrarwissenschaften faszinierte sie Hydrologie. Jahrelang war sie zudem aktives Mitglied bei Viva con Agua.

Während ihres Masterstudium „Environmental Management“ nahm sie letztes Jahr an dem Kurs „Changemaker und Social Entrepreneurship“ teil. Dort lernte sie Rike kennen, beide waren sich einig: „Es ist erschreckend wie viel Müll es gibt – da müssen wir etwas machen.“ „Wir wissen, dass wir das Problem Plastikabfall nicht mit einer Aktion lösen können, aber man kann Lösungsansätze schaffen und Alternativen bieten.“
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Bei Fill Up fließen Tamaras Engagement für Wasser und Müllvermeidung zusammen! Inzwischen unterstützt Franzi ihre Arbeitspower: „Zu dritt schafft man mehr als zu zweit.“

 

Nachhaltig von A-Z

 

Fill Up will nicht nur Plastikflaschen ersetzen, sondern auch Papier sparen. Es gibt keine Flyer, stattdessen eine kleine Bottleneck-Message auf jeder Flasche, die auf umweltschonendem Karton gedruckt wurden.
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Mit Geduld ist viel möglich

 

„Es ist ein langer Weg bis alles seinen Gang nimmt“ – Ideen ausarbeiten, Konzept erstellen, Bürokratie überwinden. „Aber das Projekt ist von der Uni gewollt und hat großen Zuspruch.“ Tamara weiß wie man die Dinge anpacken muss: „Wichtig ist hartnäckig zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen.“

Das Team freut sich über die ersten Erfolge. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn es Schritt für Schritt voran geht – Wir waren so glücklich, als letzte Woche die Glasflaschen in die Mensa geliefert wurden.“
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Irina Bartmann

Irina Bartmann

Um meinen Master in "Sustainability, Society and the Environment" an der Uni Kiel zu machen, habe ich Bergluft gegen Ostseebrise getauscht. Seit 2016 bin ich Projektmitarbeiterin bei yooweedoo. Ich bin begeistert von den vielen inspirierenden Projekten und Start-Ups die ich bei meinen Interviews kennenlerne.